INDIVIDUELLE GESUNDHEITSLEISTUNGEN (IGeL)

 

IGeL-SPEKTRUM FRAUENGESUNDHEIT

Erweiterte Brustkrebs-Früherkennung

Im Rahmen der Brustkrebs-Früherkennung gehören ab dem 30. Lebensjahr das jährliche Abtasten der Brust und ab dem 50. Lebensjahr das Mammographie-Screening alle 2 Jahre zu den gesetzlichen Kassenleistungen. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jede 8. Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Das Erkrankungsmittel liegt bei 63 Jahren. Die Hälfte der Frauen, die an Brustkrebs versterben, sind jünger als 50 Jahre alt.

 

Vor dem Hintergrund dieser Häufigkeiten halten wir eine intensivere Früherkennung durch Ultraschall für sinnvoll.

 

Auch in den Leitlinien der Fachgesellschaften wird der Brustultraschall angeraten: „Als ergänzende Maßnahme kann der Ultraschall mehr Tumore finden (Sensitivitätserhöhung), vor allem bei Frauen unter 50, bei Frauen mit dichter Brust und bei Frauen mit erhöhtem Risiko. Dafür werden aber mehr “Fehlalarme“ ausgelöst und unnötige Untersuchungen und Gewebeproben (Überdiagnosen) werden durchgeführt.“ 

Für die intensivere Früherkennung empfehlen wir Frauen ab 42 Jahren regelmäßige Ultraschalluntersuchungen der Brust alle 2 Jahre, ab dem 50. Lebensjahr im jährlichen Wechsel mit dem Mammographie-Screening.

Sprechen Sie uns an. Gerne beraten wie Sie individuell.

 

Ultraschall der Genitalorgane

Zum Ausschluss von Veränderungen an Gebärmutter und Eierstöcken, die nicht

tastbar sind

Die Ultraschalluntersuchung gehört zweifelsfrei zu den wertvollsten Errungenschaften der medizinischen Diagnostik der letzten 50 Jahre.

In dem Krebsvorsorge – Programm der gesetzlichen Krankenkassen ist für die Diagnostik der Unterleibskrebserkrankungen die Erhebung der Tastuntersuchung vorgesehen, jedoch nicht die ergänzende Durchführung einer Ultraschalluntersuchung ohne medizinische Indikation.
Der Ansatz dieser Methode ist zur Klärung auffälliger Tastbefunde unumgänglich und wird auch von den Kassen finanziert, es besteht aber nicht die Bereitschaft sie zum präventiven Ansatz in das Programm aufzunehmen.

 

Die Methode eignet sich aber hervorragend zur Verfeinerung der Befundung der tastbar unauffälligen Organe und somit auch zur Frühesterkennung vom Gebärmutter- und Eierstock Krebs. Besonders der Eierstockkrebs ist nur mit Ultraschall rechtzeitig zu erkennen. Außerdem ist mit dem Vaginalultraschall durch die gute Zugänglichkeit und Nähe zu den Organen die Früherkennung von weiteren Erkrankungen, deren Vorhandensein sich noch nicht durch Beschwerden zeigt möglich. Dazu gehören kleine Myome, Polypen, Cysten, eitrige Tumore und Endometriose. Durch die „zufällige“ Entdeckung kann die weitere Betreuung sorgfältiger gestaltet werden, die Behandlung kann früher und wesentlich weniger belastend durchgeführt werden.

Die Ergänzung Ihrer Krebsfrüherkennungsuntersuchung durch die Vaginalsonographie stellt für Sie einen echten Gewinn an Sicherheit dar.

Wir empfehlen Ihnen die Durchführung dieser Untersuchung ab Ihren 20. Lebensjahr im jährlichen Intervall.

Sprechen Sie uns an. Gerne beraten wie Sie individuell.

Immunologischer Stuhltest - ImmoCare® zur Früherkennung von Darmkrebs

Der ImmoCARE-Test ist ein neuer immunologischer Schnelltest zum Nachweis von Blut im Stuhl und verbessert Ihre persönliche Situation. Früh erkannt, heißt meist besser heilbar. Auch der Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs, der in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache ist, hat durch Früherkennung viel von seinen bisherigen Schrecken eingebüßt.

 

Um das Prinzip des Testes zu verstehen, müssen Sie wissen, dass Magengeschwüre, Polypen, Dickdarmentzündung oder Darmkrebs in frühem Stadium sehr selten durch sichtbare Symptome und Beschwerden auffallen. Der einzige Hinweis ist dann das Vorhandensein von okkulten (für Sie persönlich nicht sichtbaren) Blutspuren im Stuhl.

Die herkömmlichen, von Ihrer Krankenkasse bezahlten, sog. Guajak-Tests, haben nur eine Entdeckungsrate von okkultem Blut im Stuhl von ca. 40 %. Auch müssen Sie vor Durchführung des Tests in der Regel eine strikte Diät einhalten oder dürfen z.b. keine Vitamin-C-haltigen Nahrungsmittel bzw. Medikamente zu sich nehmen.
 

Der ImmoCARE® Test erlaubt hingegen den Nachweis von verdeckten Blutspuren bereits in viel geringeren Mengen, als dies mit den herkömmlichen Guajak-Tests möglich ist. Er hat eine Entdeckungsrate, die bei fast

88 % liegt und damit doppelt so hoch ist, wie bei den herkömmlichen Tests. Ferner müssen Sie als Patientin vor Durchführung des Testes keine besondere Diät einhalten.

 

Die jetzt bestehende Möglichkeit Ihre Stuhlprobe immunologisch mit Hilfe von immoCARE®, den innovativen Test, der mit Antikörper-Gold Konjugaten arbeitet, zu prüfen, stellt einen echten Fortschritt dar, und kann von Ihnen vor allem, wenn Sie jünger als 50 sind, oder zwischen den Kontrollen, die Ihre Krankenkasse trägt, gewünscht werden.

 

Die Kosten für den Test werden Ihnen nach der gültigen GOÄ in Rechnung gestellt.

 
 

© 2019 Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

     Dr. med. Wolfgang Pfeil & Dr. med. Bernd Letzel